Im Anschluss an das Bild DRÜGGELTE, das die Farbe Blau als reine Seelenstimmung bewegt, hier ein früher gemaltes Bild, das am äußeren Eindruck eines blauen Maihimmels entstand.

Als Mensch erlebe ich mich, wie viele andere (erst in Gesprächen wurde mir allerdings klar, dass dies bei weitem nicht jeder empfindet) wenn es gegen den Sommer geht, wie in einer Bewegung nach 'außen'; 'Umkreismensch' könnte vielleicht ein Begriff für das Erlebnis sein. Im Winter lebe ich hingegen wesentlich mehr 'in mir selbst'. Und während das winterliche Blau seiner eigenen Natur nach mir mehr eine Hülle zu geben scheint, erlebe ich es, wenn es Sommer wird, eher 'herausziehend', also im Sinn der Farbenlehre Goethes: man möchte ihm immerfort nachlaufen. - In einem Gedicht kam es einmal so zu Ausdruck:

Innerlich kann sich auf diesem (inneren) Weg ins Blau - seltsamerweise wie im Winter, im Advent - das Bild der Maria einstellen. Nun aber nicht in irdischer Armut im Stall, sondern als königliches Bild. (In älteren Liederbüchern ist noch die MARIA MAIENKÖNIGIN anzutreffen).

Auch ein weiteres, vor Jahren entstandenes Maigedicht, findet diese Wege:

Nicht wenige Künstler haben für ihre Empfindung der Farbe Blau - auch natürlich am Blau des Himmels - Worte gefunden:

(Das letzte Zitat stammt aus Novalis' 'Heinrich von Ofterdingen')